Shibari – die japanische Art zu fesseln

Wenn man es genau nimmt, dann ist Bondage keine Erfindung der westlichen Welt, denn das lustvolle Fesseln des Partners hat vor allem in Asien eine sehr lange Tradition. Besonders in Japan gibt es das so genannte Shibari schon seit fast 2000 Jahren und es ist bis heute sehr populär. Es gibt allerdings einige Unterschiede zwischen dem Bondage das wir kennen und dem, was die Japaner unter Bondage verstehen.

Die Ästhetik steht beim klassischen Shibari immer im Vordergrund. Zwar sind es auch hier die Vorbereitungen für S/M Spiele, aber die Fesseltechniken stammen zum größten Teil noch aus dem Mittelalter und waren damals zur Folterung gedacht. Es gibt beinahe unzählige Variationen, wenn es um die japanische Kunst des Fesselns geht. Es gibt einfache Fesselspiele wie Takate Kote Shibari, bei der nur der Oberkörper kunstvoll verschnürt und die Hände auf dem Rücken fixiert werden. Karada ist eine der bekanntesten und am häufigsten angewandten Techniken. Hierbei wird der ganze Körper mit einer komplizierten Netztechnik dekorativ gefesselt. Beim Shinju werden nur die weiblichen Brüste gefesselt und beim Mata Nawa ist es nur der weibliche Intimbereich.

Auch die Hängefesselung spielt eine große Rolle. Tsuri nennt sich die Technik, bei der zunächst der ganze Körper verschnürt und dann aufgehängt wird. Auch in Japan spielt bei dieser Fesselung der Panikhaken eine große Rolle. Leder und Latex sind beim japanischen Bondage kein Thema. Die Fesseln bestehen ausschließlich aus Jute oder Hanf und werden vor der Fesselung mit Ölen weich und geschmeidig gemacht.

Shibari ist eine faszinierende Form des Bondage, die aber nicht für Anfänger geeignet ist.

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